LSS-Jahresbericht 2025: e-Gov 3.0 steht im Mittelpunkt

Mit dem Programm e-Gov 3.0 möchten wir unsere Dienstleistungen angesichts der neuen gesellschaftlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten auf den neuesten Stand bringen.“ Die Generaldirektoren des LSS stimmen auf der Titelseite des neuen Jahresberichts auf den Schwerpunkt ein. 

Die Entwicklung neuer Onlinedienste für Bürger und Unternehmen wurde im Jahr 2025 fortgesetzt. Dabei wird eine inklusive und stärker personalisierte Umgebung geschaffen. Gleichzeitig lotet das LSS das Potenzial künstlicher Intelligenz aus, um die Verwaltung weiter umzustrukturieren.

e-Gov 3.0: Neue Onlinedienste

Schnelligkeit, Vereinfachung und Benutzerfreundlichkeit: Die Kernprinzipien der neuen Sozialen Sicherheit spiegeln sich im Onlinedienst Abfrage von Bürgerdaten wider. Mit diesem Dienst prüfen Arbeitgeber, ob ein Bewerber für einen Flexi-Job oder einen Studentenjob berechtigt ist. Datenschutz und Datensicherheit werden dabei mit äußerster Sorgfalt gewahrt.

Das Versprechen des Onlinedienstes Übermittlung von Lohndaten liegt wiederum in Effizienzgewinnen. Dieser Onlinedienst soll langfristig die vierteljährliche DmfA-Meldung ersetzen und wird seit 2025 weiterentwickelt. Übermittlung von Lohndaten stellt jeden Monat die Leistungs- und Lohndaten genauer und schneller zur Verfügung. Für Arbeitgeber ergibt sich daraus ein praktischer Vorteil für ihre Verwaltung.

Bekämpfung sozialer und wirtschaftlicher Missstände

Durch die Mitarbeit an der Reportagesendung „Pano“ (VRT) zum Thema Entsendung von Arbeitnehmern hat das LSS auf einen seiner wichtigsten Aufgabenbereiche aufmerksam gemacht: den Kampf gegen das Sozialdumping. Bei der Entsendung ausländischer Arbeitskräfte nach Belgien führt Missbrauch häufig zu einer Verletzung der Arbeitnehmerrechte und zu wirtschaftlicher Ausbeutung.

Gleichzeitig setzt sich das LSS entschlossen gegen Menschenhandel und wirtschaftliche Ausbeutung ein, da es sich um eine eklatante Verletzung sozialer Rechte handelt. Bei den Opfern handelt es sich zumeist um sehr schutzbedürftige Menschen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Die ECOSOC-Teams, die Fälle von Menschenhandel oder wirtschaftlicher Ausbeutung aufdecken, haben im Jahr 2025 rund 4.500 Fälle bearbeitet.

Engagement für die Umwelt und Solidarität

Seit November 2025 wird das Gebäude des LSS nahezu fossilfrei beheizt, denn es nutzt die Wärme der Senne. Zwei innovative Wasser-Wasser-Wärmepumpen entziehen dem unterirdischen Fluss die natürliche Wärme. Ergebnis: jährliche Reduzierung der CO₂-Emissionen um 360 Tonnen und Einsparung bei der Energiekostenabrechnung in Höhe von 150.000 Euro.

Genau wie im Jahr 2024 nahm das LSS auch in diesem Jahr wieder am Tag der Solidarität teil. Dieser Tag wird von der Synergiegruppe „Diversität“ der öffentlichen Einrichtungen der Sozialen Sicherheit (OESS) organisiert. Auf dem Programm: der ehrenamtliche Einsatz der Mitarbeiter bei Aktionen zur Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen. Natur, Gesundheit, soziale Inklusion, Armutsbekämpfung und viele weitere Bereiche erhielten dadurch einen neuen Impuls.

Einige Zahlen aus dem Jahr 2025

Im Jahr 2025 hat das LSS 83,4 Milliarden Euro an Beiträgen eingezogen. Die Einziehungsquote war hoch: 95,9 % der fälligen Beiträge wurden zum gesetzlichen Fälligkeitstermin gezahlt.

Beim LSS gingen 52 Millionen Dimona-Meldungen ein. 235.000 Original-DmfA-Meldungen wurden eingereicht und vierteljährlich überprüft.

Der Kampf gegen Betrug blieb eine wichtige Aufgabe, wie die 21.887 von den Sozialinspektoren durchgeführten Untersuchungen zeigen. Es konnten dadurch Einnahmen in Höhe von 211 Millionen Euro erzielt werden.

All diese Arbeit ist das Ergebnis eines Teams von 1.668 Mitarbeitern, das die Diversität der Gesellschaft widerspiegelt. Möchten Sie mehr erfahren? Lesen Sie den vollständigen LSS-Jahresbericht 2025 (auf Französisch).